Microsoft hat Windows 10 so verbessert, dass einige Programme von Drittanbietern unnötig gemacht wurden, da das Unternehmen bestimmte Funktionen implementierte, die zuvor ein anderes Anwendungsrecht im Betriebssystem erforderten.

Ein gutes Beispiel diesbezüglich ist Night Light, eine Funktion welche das Blaulicht aus Windows 10 filtert, um nachts den Augen den Blick auf den Bildschirm zu erleichtern.

Bevor diese Funktion eingeführt wurde, konnte ich nicht ohne f.lux leben, ein eigenständiges Programm eines Drittanbieters, das genau den gleichen Sinn hatte. Aber da diese Funktion nun ein Teil des Betriebssystems ist, ist es sinnvoller bei den Lösungen von Windows 10 zu bleiben.

Microsoft versucht das gleiche auch mit mehreren anderen, da es den Nutzern nach dem Installieren des Betriebssystems mit den notwendigen Apps ausstatten will, sodass diese gleich off- oder online beginnen können, zu arbeiten oder zu machen was sie wollen.

Andere Beispiele sind die Focus Assist-Funktion, welche Benachrichtigungen blockiert, der Microsoft Edge Browser, der Alternativen von Drittanbietern wie Google Chrome unnötig macht und sogar der Windows Defender, der sich so sehr weiterentwickelt hat, dass Antivirus-Programme nicht mehr nötig sind.

Hier ist es interessant anzumerken, dass der neueste Antivirustest von AV-TEST den Windows Defender, als eines der besten erhältlichen Sicherheitsprodukte bewertete. Also ja, der Plan von Microsoft funktioniert, zumindest im Bereich der Antivirus-Sicherheit.

Andererseits, trotz der Bemühungen von Microsoft das standardmäßige Windows 10-App-Arenal unabdingbar zu machen, gibt es Programme, deren Funktionalität Microsoft noch nicht ersetzen kann. Wenn Sie in letzter Zeit meine Artikel mitverfolgt haben, wissen Sie wahrscheinlich, dass ich nicht der größte Fan der Microsoft Store Apps bin. Daher sind die Programme, denen ich normalerweise vertraue, meistens Win32. Hier meine Top 3:

Vivaldi. Bei Microsoft Edge zu bleiben, ist keine Option für mich, da die App anscheinend nicht mit meinem täglichen intensiven Internetkonsum klarkommt. Edge stürzt gelegentlich ab, wird super langsam und offensichtlich fehlen einige Erweiterungen, die ich für die Arbeit verwende.

Vivaldi andererseits bietet ein beeindruckendes Anpassungsarsenal, mit dem Sie jede kleine Funktion nach Ihren Wünschen formen können. Es unterstützt auch Erweiterungen von Google Chrome, es ist sehr sicher und schont die Systems-Ressourcen. Außerdem wird es regelmäßig upgedatet und die Browsergeschwindigkeit ist eine der besten, die momentan zu finden ist.

Mozilla Thunderbird. Windows 10 kommt mit einer integrierten E-Mail-App, aber genau wie Microsoft Edge, gibt es einiges, das wünschenswert bleibt. Mehrere Male gab es einen Fehler beim Senden meiner E-Mails und auch hier stürzt die App gelegentlich ab, was den Gesamteindruck zerstört.

Thunderbird ist ohne Zweifel heutzutage das am meisten fortgeschrittene E-Mail-System und es kommt mit meinen Tausenden E-Mails mit wenig Anstrengung klar. Es durchsucht meinen Posteingang in kürzester Zeit und verbraucht nicht zu viel Speicherplatz. Außerdem hat es einen klaren und traditionellen UI (Benutzeroberfläche), der den meisten Benutzern bekannt ist.

OneNote. Das ist eine der wenigen Microsoft-Apps, die ich täglich besuche und sie ist, tatsächlich, die einzige App, der ich das Management meiner Notizen anvertraue. Ich habe OneNote auch auf meinen Telefonen installiert, sodass ich meine synchronisierten Notizen immer mit dabei habe.

Momentan verwende ich OneNote 2016 auf meinen Desktop und obwohl ich kein großer Fan von Store Apps bin, finde ich die Windows 10-Version sehr fortgeschritten. Im Moment erfüllt die Desktop-Version von OneNote eindeutig seinen Zweck.

Es ist nicht nötig hinzuzufügen, dass ich viele andere Apps jeden Tag verwendete, wie Notepad, WinSnap, Spotify am Desktop, Enpass um meine Passwörter zu managen, GIMP, und Microsofts Skype, aber die drei oben im Detail angeführten sind jene, ohne die ich wirklich nicht mehr leben kann.